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19. July – so schlimm war’s dann doch nicht

By 21. 07. 2007Juni 25th, 2012No Comments

So, endlich komme ich dazu, Euch den lange versprochenen Post zu liefern. Nach einigen Überlegungen bin ich zum Schluss gelangt, dass ich die Geschichte bis heute (den 21. Juli) in Tage aufteilen werde… Hier der erste Happen:

[flickr size=“small“ float=“left“]http://www.flickr.com/photos/noelboss/866402636/[/flickr] Nach unserem problemlosen Check-In und allen weiteren Kontrollen, sassen wir in der Boeing 726 der US-Airways und warteten auf den Start. Und warteten auf den Start. Zu allem Überfluss entpuppte sich der in vorherigem Post erwähnte Fensterplatz als reichlich fensterlos… Es war zwar wie erwartet ein Sitz an der Aussenwand – ein Fenster gab es aber nur auf den Plätzen vor und hinter mir. Unsere Reihe hatte keine Fenster. Zonk! Nach ungefähr einer Stunde Verspätung zog sich unsere Maschine dann endlich in den leicht bewölkten Himmel über Zürich. Der Flug verlief durchaus reibungslos. Wir als Familie waren nicht durchgehend nebeneinander platziert, neben mir sass eine sehr schweigsame Amerikanerin aus Philadelphia. Letzte Angabe ergatterte ich etwa 30 Minuten vor unserer Landung an besagtem Ort. Der Pilot war nicht in der Lage, unseren Rückstand wegen des verspäteten Abflugs in Zürich wett zu machen. So landeten wir 30 Minuten später als geplant. Dies, zusammen mit den ausgiebigen Sicherheitskontrollen am Airport inklusive Foto und Fingerabdruck (der wohl mittlerweile bereits einmal von den Behörden abgerufen wurde – aber dazu später) führte dazu, dass wir den Anschlussflug um wenige Minuten verpassten. Wir würden Orlando nicht mehr bei Tageslicht bewundern dürfen. Dafür sah ich dann an meinem neuen Platz – diesmal mit echtem Fenster – das Feuerwerk des Disneyland beim Anflug. By the way: Bereits bei der Gepäckkontrolle nach dem Aussteigen hatte ich die erste iPhone-Sichtung! Der Mann hinter mir legte sein gutes Stück in den Behälter für die Durchleuchtung.

PhiladelphiaDie Wartezeit überbrückten wir mit einem ersten Mal auf Amerikanischem Boden in einem klassischen Burger-Imbiss. Das Lokal wimmelte von TV’s und stank fürchterlich nach verbranntem Fett und anderen mir unbekannten Essenzen. Das Bier war gut, der Bacon-Cheese-Burger auch. Unser Ersatzflug hätte um 19:00 lokaler Zeit (minus sechs Stunden Schweizer Zeit…) starten sollen, was es jedoch nicht tat denn Philadelphia scheint ein bekanntes Nadelöhr zu sein. Die Crew bat uns schon zu Beginn, das Gepäck schnell zu verstauen, damit wir pünktlich vom Dock weggerollt werden könnten. Dies klappte gut, doch schon nach kurzer Zeit teilte uns der (leicht genervte) Pilot mit, dass er vor unserer Maschine weitere 25 Flugzeuge zähle. Bei einem Abflugtakt von 2 Minuten sei daher der Start frühestens in 50 Minuten zu erwarten: mit dieser Durchsage hob der Captain das kurz zuvor ausgesprochene Verbot von Handys und PDA’s wieder auf. Ich nutzte die verbleibende Zeit bis zum Start um ein paar Bilder der herrlichen Abendstimmung auf das Digitale Zelluloid zu bannen und ging mit grossen Schritten dem den von «Wo bist du?» entgegen. Kurz vor der Landung blätterte ich die 270. und damit letzte Seite meiner Lektüre um. Leicht zu lesen, etwas tragisch zum Teil, aber mit einem schönen Ende; alles in allem eine gutes Buch. Unsere Maschine landeten mit einer Verspätung von 4 Stunden um 22:07 in Orlando.

Hotel HiltonDer Autoverleih hatte das bestellte Cabriolet nicht. Dafür ein anders, mit kleinem Kofferraum. Eine mittlere Katastrophe angesichts der eh schon knappen Platzverhältnisse bei vier Personen in einem einzigen Wagen. Was soll man tun? Auf das Cabriolet verzichten und auf einen grösseren, dafür aber geschlossenen Wagen ausweichen? Für meinen Vater keine Option. Also versuchten wir unser Gepäck in den Kofferraum zu würgen – mit mässigem Erfolg. Mehr als eine Tasche landete in der ebenfalls kleineren Fahrgastzelle. Mir unerklärlich – zumal noch mehr dazu gekommen ist – verbesserten sich die Verhältnisse allerdings im Verlauf der Reise. Nach zwei Stunden Autofahrt durch das glitzernde Dunkel vor Orlando, gelangten wir erschöpft im Hilton Hotel von Cocoa Beach an.

Und so schlimm war’s dann doch nicht.

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NoëI

NoëI

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