Eine neue Seite

Du schenkst mir ein letztes Lachen, es strahlt durch die Baumwipfel zu mir, überzieht die Felder auf seinem Weg mit Rotgold und taucht die Wolken in brennendes Feuer bis es schlussendlich tief in meiner Seele widerhallt. Dein glühendes Gesicht, das dem Tag sein Leben schenkte, verbirgst Du erneut hinter den Weiten des Horizonts. Denn andernorts spendest du jetzt Leben. Und ich weiss, schon bald, wird dein Strahlen meine Dunkelheit erneut zerreissen, wirst du eine neue Seite aufschlagen, in meinem Lebensbuch. Eine reine, weisse Seite.

Bin ich es, der Spuren auf dem Weg hinterlässt, oder hinterlässt der Weg Spuren in mir?

Ich befinde mich – mal wieder – über den Wolken, irgendwo über den Weiten von Bahía und nähere mich mit 806 Kilometer pro Stunde dem nächsten Wegpunkt, Brasilia, die Hauptstadt Brasiliens. Gegründet, irgendwann um 1960, mitten im brasilianischen Niemandsland. Eine Planstadt, welche vom brasilianischen National-Architekt Oscar Niemeyer entworfen, und innerhalb von etwa 10 Jahren aus der Steppe gestampft wurde. Von Niemeyer stammen auch diverse andere bekannte Bauten die überall in Brasilien verstreut sind. Leicht erkennbar an den geschwungenen Linien und simplen, runden Formen, meist komplett in weiss mit einigen roten oder gelben Akzenten. Und schwarzen Fenstern. Zum Beispiel das “Teatro Popular” – das unglaublich unpopular und ungenutzt mitten auf einem leeren Platz steht – oder das “Museo de Arte Contemporãnea”, beide in Niterói gegenüber von Rio de Janeiro.

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Ohne Worte

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